40 Jahre Tschernobyl – Mahnung und Verantwortung bleiben

Am 26. April 1986 erschütterte die Kernschmelze im Reaktor Block 4 von Tschernobyl die Welt. Vierzig Jahre später sind die Folgen der Katastrophe noch immer spürbar: für die Umwelt, die Bevölkerung und die internationale Politik und prägt bis heute die Debatte über Atomenergie.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Wahrnehmung von Tschernobyl verändert. Während zu Beginn vor allem die unmittelbaren gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen im Fokus standen, rücken nun auch langfristige Konsequenzen und die Bedeutung für die Energiewende in den Mittelpunkt.  Die Katastrophe bleibt ein historischer Wendepunkt, der weiterhin zur Diskussion und zum Nachdenken anregt.  Tschernobyl war der Auslöser  für die deutsche Anti-Atom-Bewegung und führte letztlich zum Atomausstieg 2023 betont der Grüne Ortsverband Drensteinfurt. Er erinnert daran das Risiken der Atomenergie offen benannt werden müssen und der Schutz  von Mensch und Umwelt über wirtschaftliche Interessen steht. Der Grüne Ortsverband betont: Es geht nicht nur ums Erinnern, es geht darum aus der Katastrophe zu lernen. Erneuerbare Energien sind sicher, sauber und machen uns unabhängig. Das ist die Konsequenz aus Tschernobyl.

Grüner Kreis- und Ortsverband Warendorf laden zu Gedenkveranstaltung ein

40. Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe

20.04.26 –

Am 26. April 2026 jährt sich der Tag der Katastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die Kernschmelze in Tschernobyl gilt als einer der schwersten nuklearen Unfälle der Geschichte. Neben den vielen unmittelbaren und mittelbaren Todesopfern verursachte die Strahlung langfristige Gesundheitsprobleme und ökologische Schäden, die bis heute gravierend sind.

Der Kreisverband und der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Warendorf veranstaltet dazu am Freitag, 24.04.2026 um 16:00 Uhr in der Geschäftsstelle, Oststr. 12 in Warendorf, eine Gedenkveranstaltung mit Vladimir Slivyak, dem Menschenrechtsaktivisten und Träger des alternativen Nobelpreises. Slivyak arbeitet für urgewald e.V. und ist ein ausgewiesener Fachmann zu allen Themen der Nutzung der Atomenergie. Insbesondere die Rolle Russlands wird von ihm beleuchtet. Das Sprecherteam des Kreisverbands, Nicole Haferkemper‑Selau und Andreas Franitza, ist überzeugt: „Der 40. Jahrestag von Tschernobyl zeigt klar: Atomkraft und fossile Energien scheiden wegen ihrer Risiken und Umweltschäden aus. Eine verantwortbare Energiezukunft gibt es nur mit erneuerbaren, umweltverträglichen Lösungen.“

Teilnehmen wird auch die grüne Landtagsabgeordnete Hedwig Tarner. Sie spricht sich deutlich für einen Stopp der überflüssigen Castor-Transporte aus. „Die derzeitige Verlagerung hochradioaktiver Abfälle von Jülich nach Ahaus ist gefährlich und bietet keinen Nutzen.“

Silvia Gora und Rudolf Wand, das Sprecherteam der Warendorfer Grünen, sind sich einig: „Tschernobyl erinnert uns daran, dass technischer Fortschritt ohne Verantwortung zur Gefahr wird. Unser Auftrag bleibt: Risiken ehrlich zu benennen und den Weg in einer sichere, nachhaltige Energiezukunft zu gehen.“

Nicht erst seit dem verheerenden Unfall im Kernkraftwerk in Tschernobyl fordern die Grünen den vollständigen Ausstieg aus allen Bereichen der Atomenergie und stattdessen den beschleunigten Ausbau von erneuerbaren Energien. Der 40. Jahrestag dieser Katastrophe soll als Mahnung dienen und die Sicherheit von Mensch und Natur in den Mittelpunkt der Energiepolitik stellen.

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