{"id":1565,"date":"2018-11-09T14:13:24","date_gmt":"2018-11-09T13:13:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gruene-drensteinfurt.de\/content\/?p=1565"},"modified":"2018-11-09T14:13:24","modified_gmt":"2018-11-09T13:13:24","slug":"veranstaltung-frauenarmut-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-drensteinfurt.de\/content\/index.php\/2018\/11\/09\/veranstaltung-frauenarmut-2\/","title":{"rendered":"Veranstaltung Frauenarmut"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Mittwoch hatte der Arbeitskreis Soziales der B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen Drensteinfurt in die Alte Post geladen um sich mit der Frage zu besch\u00e4ftigen, wie Frauen in die Armutsfalle geraten. Referentin Gabriele van Stephaudt, von der Frauenberatungsstelle Beckum, berichtete eindrucksvoll warum grade Frauen so h\u00e4ufig von Armut betroffen sind.<\/p>\n<p>\u201eDas gr\u00f6\u00dfte Risiko in Deutschland in Armut zu geraten, ist es eine Frau zu sein\u201c, so van Stephaudt. \u201eWir m\u00fcssen uns mit den Frauen denen es schlechter geht solidarisieren.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl es in einem wirtschaftlich reichen Land wie Deutschland fast undenkbar scheint, sind es vor allem Frauen, die auch heute, 100 Jahre nach Durchsetzung des Frauenwahlrechts und trotz intensiver Bem\u00fchungen und Ma\u00dfnahmen zur Gleichberechtigung, immer noch Benachteiligung erfahren und von Armut bedroht sind.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<p>Oft sind Frauen immer noch dazu gezwungen ihre beruflichen Ambitionen zur\u00fcckzustecken, um sich um Kinder und Familie zu k\u00fcmmern, da fehlende M\u00f6glichkeiten zur Kinderbetreuung ihnen keine andere Wahl lassen. Das bedeutet nicht nur Einbu\u00dfen im Hier und Jetzt,sondern auch verringerte Einzahlungen in die Rentenversicherung. Mini- und Teilzeitjobs reichen kaum aus, um davon den Lebensunterhalt zu bestreiten oder gar eine Familie zu ern\u00e4hren. Vor allem Alleinerziehende und Frauen im Leistungsbezug sind daher besonders h\u00e4ufig von Armut betroffen.<\/p>\n<p>Auch die Pflege von Angeh\u00f6rigen wird in 90% der F\u00e4lle von Frauen \u00fcbernommen. T\u00e4tigkeiten, die nicht verg\u00fctet werden.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig ist es auch so, dass frauentypische Berufe, die meist im sozialen Bereich angesiedelt sind, finanziell weitaus schlechter gestellt sind als andere. Selbst f\u00fcr v\u00f6llig identische T\u00e4tigkeiten erhalten Frauen aufgrund des Gender Pay Gaps durchschnittlich immer noch bis zu 21% weniger Gehalt als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Ein weiteres entscheidendes Risiko f\u00fcr Frauen in Armut zu geraten, beginnt bereits bei der sozialen Herkunft. So ist die Gefahr sp\u00e4ter selbst einmal in Armut leben zu m\u00fcssen sehr viel h\u00f6her, wenn man bereits in eine arme Familie hineingeboren wird. Auch eine geringere Schul- und Ausbildung k\u00f6nnen den Weg in Armut ebnen.<\/p>\n<p>\u201eEs muss etwas passieren!\u201c so sind sich van Stephaudt und die Teilnehmerinnen der interessanten Runde am Ende einig.<br \/>\n\u201eDie Bundesregierung muss jetzt handeln! Wir brauchen umfassende Ma\u00dfnahmen um Frauen zu st\u00e4rken. Bessere L\u00f6hne f\u00fcr soziale Berufe, gleiches Geld f\u00fcr gleiche Arbeit, zuverl\u00e4ssige Kinderbetreuung und eine Ber\u00fccksichtigung von Pflegezeiten f\u00fcr die Rente.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Mittwoch hatte der Arbeitskreis Soziales der B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen Drensteinfurt in die Alte Post geladen um sich mit der Frage zu besch\u00e4ftigen, wie Frauen in die Armutsfalle geraten. 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